MESSER MAGAZIN 6/2018 — Porträt

Heißes Feuer
im kalten Moor

„Im Darlatener Moor kann man das Schmieden von Messern lernen. Natürlich in der Moorschmiede."

Titelbild MESSER MAGAZIN Ausgabe 6/2018 Dezember Januar mit Teaser-Hinweis Im Porträt Die Moorschmiede in Uchte
Heft 6/2018 · Dezember 2018 / Januar 2019

Das MESSER MAGAZIN porträtierte Moorschmied im Dezember 2018 auf fünf Seiten. Unter dem Titel „Heißes Feuer im kalten Moor" beschrieb Chefredakteur Thomas Laible die Schmiede der Familie Schröppe im niedersächsischen Uchte — am Rand des Darlatener Moors, einem rund 3.000 Hektar großen Hochmoorgebiet, dessen Torfabbau bis in die Bronzezeit zurückreicht. Das MESSER MAGAZIN des Wieland Verlags erscheint seit 1999 sechsmal jährlich und gilt im deutschsprachigen Raum als Leitmedium der Messerwelt.

Laible traf Senior-Chef Wolf-Dieter Schröppe (Kunst- und Handwerkslehrer, baute seinen Handwerksbetrieb in Patagonien auf, Fortbildungen an der Vidar-Skolen Kopenhagen), die Söhne Wieland (Kulturhistoriker, Universität Göttingen) und Weking (damals in Solinger Ausbildung bei Otter-Messer) sowie Schwiegersohn Reinhard Herrmann (Maschinenbau-Ingenieur, TU Darmstadt). 2018 traten Wieland und Reinhard gerade offiziell in den 2015 gegründeten Betrieb ein.

Opener-Seite 66: Weking Schröppe am Federhammer Ajax II, Großtitel HEISSES FEUER IM KALTEN MOOR, MESSER MAGAZIN 6/2018
Seite 66 — Opener mit Weking Schröppe (damals 20) am Federhammer Ajax II, Baujahr 1913. Der Großtitel „Heißes Feuer im kalten Moor" und der Untertitel geben den Ton vor.

Der Federhammer als Herzstück

Das Kernstück der alten Schmiede, das der Artikel auf mehreren Seiten zeigt, ist bis heute unverändert: der Federhammer Ajax II, Baujahr 1913, riemenbetrieben. Laible dokumentierte die 1.200-Grad-Esse, die Hydraulikpresse, die Bandschleifer der zweiten Werkstatt. Die Bildcredits aller fünf Seiten lauten „Fotos: Moorschmied" — Wieland Schröppe, bis heute Kurs-Fotograf des Betriebs, lieferte das komplette Bildmaterial selbst.

„Alle unsere Kunden — ob Frau oder Mann — genießen die besondere Stimmung, steigen völlig aus, aus dem Alltag und finden Ruhe und Begeisterung in dem Werk der eigenen Hände."

— Wieland Schröppe, zitiert in MESSER MAGAZIN 6/2018
Seite 67: Moorschmied-Team vor der Dieffenbacher-Presse, Senior-Chef Wolf-Dieter Schröppe in der Mitte, Söhne Weking und Wieland links und rechts, Schwiegersohn Reinhard Herrmann
Seite 67 — Das Team 2018 vor der Dieffenbacher-Presse: Wolf-Dieter Schröppe (Mitte, Senior-Chef), seine Söhne Weking und Wieland, Schwiegersohn Reinhard Herrmann.

Der Kurs im Moor

Laible beschreibt die Kurs-Architektur — damals: Tageskurs, zweitägige Grundkurse für Messer und Klappmesser, dreitägige Intensiv- und Premiumkurse, maximal vier Teilnehmer pro Gruppe. Das Kursportfolio ist seither verfeinert worden: Heute gibt es den Kompaktkurs in zwei Tagen, den Intensivkurs in drei Tagen mit bis zu 500 Lagen Damast, den Premiumkurs mit Vollpension und den Klappmesserkurs. Der Tageskurs ist entfallen. Was gleich bleibt: kleine Gruppen, eigener Damaststahl, heimische stabilisierte Hölzer.

Seite 68: Wolf-Dieter Schröppe mit Kursteilnehmer am Federhammer beim Schweißen eines Damastpakets, daneben ein Smokermesser aus 320 Lagen Damast mit Mooreiche-Griff
Seite 68 — Wolf-Dieter Schröppe begleitet einen Kursteilnehmer beim Schweißen eines Damastpakets am Federhammer. Unten: Smokermesser aus 320 Lagen Damast, Mooreiche-Griff — Arbeit eines Kursteilnehmers im 3-Tages-Kurs.

MoorschmiedMesser — die Kleinserie

Im Fokus des Porträts stand damals das Jagdmesser „Capreo": eigener Damaststahl mit 160 Lagen, Micarta-Griff, 61 HRC, 780 €. Die MoorschmiedMesser-Kleinserie umfasste Outdoor-, Jagd- und Kochmesser, dazu ein 320-lagiges Smokermesser mit Edelstahlbacken und Mooreiche-Griff — Arbeit eines Kursteilnehmers. Besonders hob Laible das Stabilisierungsverfahren für heimische Griffhölzer hervor: Imprägnierharz, Vakuum, ein Prozess, den Moorschmied über Jahre selbst entwickelt hat.

Was sich seit 2018 geändert hat

Der Artikel ist ein Zeitdokument. Weking Schröppe war 2018 noch Auszubildender bei Otter-Messer in Solingen — 2024 legte er die Meisterprüfung als Präzisionswerkzeugmechaniker ab und ist seither hauptberuflich in der Moorschmiede. Das Kurs-Portfolio ist verfeinert, der Premium-Kurs umfasst heute Vollpension mit Übernachtung und Damast bis zu mehreren hundert Lagen. Federhammer, Esse, Moor und die Familie sind geblieben.

Wer das selbst erleben möchte: eine Übersicht aller vier Kursformate im Vergleich oder direkt einen Kurs verschenken.

Fragen zum Porträt

Wer schrieb das Moorschmied-Porträt im MESSER MAGAZIN?
Thomas Laible, Chefredakteur des MESSER MAGAZIN (Wieland Verlag, Bad Aibling), hat das Porträt verfasst. Laible arbeitet seit über 20 Jahren als Fachjournalist für Messer, Schwerter und taktische Ausrüstung. Der Artikel erschien in Ausgabe 6/2018 auf den Seiten 66 bis 70.
Wann und wo erschien der Artikel „Heißes Feuer im kalten Moor"?
Der Artikel erschien in MESSER MAGAZIN 6/2018, ausgeliefert Dezember 2018 für das Doppelheft Dezember 2018 / Januar 2019. Herausgeber ist der Wieland Verlag in Bad Aibling. Der Beitrag umfasst fünf Seiten (66 bis 70) und ist im Heft als Porträt geführt.
Ist das Porträt aus 2018 noch aktuell?
Die Kernbeschreibung — Familienbetrieb, Federhammer Ajax Baujahr 1913, eigener Damaststahl, Darlatener Moor — stimmt bis heute. Verändert hat sich das Kursportfolio: Der Tageskurs entfällt, stattdessen gibt es Kompakt-, Intensiv-, Premium- und Klappmesserkurs. Weking Schröppe hat 2024 seinen Meister absolviert und ist seither hauptberuflich im Betrieb.
Wer ist Moorschmied laut dem Porträt?
Moorschmied ist der Familienbetrieb der Schröppes in Darlaten 55, 31600 Uchte am Rand des Darlatener Moors. Gegründet 2015 von Wolf-Dieter Schröppe, seit 2018 mit Sohn Wieland und Schwiegersohn Reinhard Herrmann, seit 2024 auch mit Weking Schröppe (Meister aus Solingen). Schwerpunkt: Damastmesser-Schmiedekurse.
Was ist das Darlatener Moor?
Das Darlatener Moor ist ein rund 3.000 Hektar großes Hochmoor in Niedersachsen, Gemeindeverband Uchte, etwa 50 Kilometer Luftlinie westlich von Hannover. Der Torfabbau reicht bis in die Bronzezeit zurück. Auf sechs sogenannten Lohs (Mineralinseln) liegen alte Siedlungen wie Steinloh. Hier steht die Moorschmied-Werkstatt.
Was war das „Capreo" aus dem MESSER-MAGAZIN-Artikel?
Das Capreo war 2018 das Flaggschiff-Jagdmesser der MoorschmiedMesser-Serie: 160 Lagen eigener Damast, Micarta-Griff, 61 HRC Klingenhärte, Preis 780 Euro. Es steht bis heute für die Handschrift des Hauses und wurde von Thomas Laible im Porträt als Beispiel für die Qualität der Kleinserie herausgestellt.
Wer hat die Fotos zum MESSER-MAGAZIN-Artikel gemacht?
Die Fotos stammen von Moorschmied selbst — der Bildcredit lautet auf allen fünf Seiten „Fotos: Moorschmied". Wieland Schröppe, Kurs-Fotograf und Kreativdirektor des Familienbetriebs, lieferte das komplette Bildmaterial: Werkstatt-Szenen, Federhammer, Damastmuster, Team-Porträts.
Kann ich selbst bei Moorschmied einen Damastmesser-Kurs buchen?
Ja. Moorschmied bietet heute vier Kursformate: Kompaktkurs (2 Tage, 770 €), Intensivkurs (3 Tage, 980 €), Premiumkurs (3 Tage mit Vollpension, 1.830 €) und Klappmesserkurs (3 Tage, 980 €). Alle Kurse finden in Darlaten statt, mit drei bis fünf Teilnehmern pro Gruppe. Alle vier Kursformate im Vergleich.
Wie unterscheidet sich der Moorschmied-Kurs von anderen Schmiedekursen?
Laut Laible durch drei Dinge: die familiäre Kleinstgruppe (3 bis 5 Teilnehmer), den eigenen Damaststahl statt Zukauf und das Stabilisierungsverfahren für heimische Griffhölzer. Dazu kommt das Team aus vier Kompetenzen: Pädagogik (Wolf), Solinger Präzision (Weking), Ingenieurswissen (Reinhard), Kulturhistorie (Wieland).
In welchen weiteren Magazinen wurde Moorschmied porträtiert?
Über das MESSER MAGAZIN 6/2018 hinaus gibt es Beiträge in Der Feinschmecker (FE 5/21, ausgezeichnet als Nummer 1 Erlebnisurlaub), Jagdzeit International, Halali-Magazin, Walden und GEO-Saison. Dazu ist Wolf-Dieter Schröppe Autor des KOSMOS-Schärfbuchs. Eine Übersicht steht unter /presse/ zur Verfügung.

Selbst am Feuer stehen?

Was Thomas Laible 2018 erlebt hat, können unsere Kursteilnehmer bis heute erleben — an zwei bis drei Tagen schmiedest Du Dein eigenes Damastmesser.

Alle vier Kursformate vergleichen

Artikel „Heißes Feuer im kalten Moor" von Thomas Laible, erschienen in MESSER MAGAZIN 6/2018, Seiten 66–70.
Mit freundlicher Genehmigung: www.messermagazin.de, Wieland Verlag GmbH.

Text: © Thomas Laible / Wieland Verlag GmbH · Fotos: © Moorschmied · Rezeption und Einordnung: © Moorschmied 2026

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