„Im Darlatener Moor kann man das Schmieden von Messern lernen. Natürlich in der Moorschmiede."

Das MESSER MAGAZIN porträtierte Moorschmied im Dezember 2018 auf fünf Seiten. Unter dem Titel „Heißes Feuer im kalten Moor" beschrieb Chefredakteur Thomas Laible die Schmiede der Familie Schröppe im niedersächsischen Uchte — am Rand des Darlatener Moors, einem rund 3.000 Hektar großen Hochmoorgebiet, dessen Torfabbau bis in die Bronzezeit zurückreicht. Das MESSER MAGAZIN des Wieland Verlags erscheint seit 1999 sechsmal jährlich und gilt im deutschsprachigen Raum als Leitmedium der Messerwelt.
Laible traf Senior-Chef Wolf-Dieter Schröppe (Kunst- und Handwerkslehrer, baute seinen Handwerksbetrieb in Patagonien auf, Fortbildungen an der Vidar-Skolen Kopenhagen), die Söhne Wieland (Kulturhistoriker, Universität Göttingen) und Weking (damals in Solinger Ausbildung bei Otter-Messer) sowie Schwiegersohn Reinhard Herrmann (Maschinenbau-Ingenieur, TU Darmstadt). 2018 traten Wieland und Reinhard gerade offiziell in den 2015 gegründeten Betrieb ein.

Das Kernstück der alten Schmiede, das der Artikel auf mehreren Seiten zeigt, ist bis heute unverändert: der Federhammer Ajax II, Baujahr 1913, riemenbetrieben. Laible dokumentierte die 1.200-Grad-Esse, die Hydraulikpresse, die Bandschleifer der zweiten Werkstatt. Die Bildcredits aller fünf Seiten lauten „Fotos: Moorschmied" — Wieland Schröppe, bis heute Kurs-Fotograf des Betriebs, lieferte das komplette Bildmaterial selbst.
„Alle unsere Kunden — ob Frau oder Mann — genießen die besondere Stimmung, steigen völlig aus, aus dem Alltag und finden Ruhe und Begeisterung in dem Werk der eigenen Hände."
— Wieland Schröppe, zitiert in MESSER MAGAZIN 6/2018

Laible beschreibt die Kurs-Architektur — damals: Tageskurs, zweitägige Grundkurse für Messer und Klappmesser, dreitägige Intensiv- und Premiumkurse, maximal vier Teilnehmer pro Gruppe. Das Kursportfolio ist seither verfeinert worden: Heute gibt es den Kompaktkurs in zwei Tagen, den Intensivkurs in drei Tagen mit bis zu 500 Lagen Damast, den Premiumkurs mit Vollpension und den Klappmesserkurs. Der Tageskurs ist entfallen. Was gleich bleibt: kleine Gruppen, eigener Damaststahl, heimische stabilisierte Hölzer.

Im Fokus des Porträts stand damals das Jagdmesser „Capreo": eigener Damaststahl mit 160 Lagen, Micarta-Griff, 61 HRC, 780 €. Die MoorschmiedMesser-Kleinserie umfasste Outdoor-, Jagd- und Kochmesser, dazu ein 320-lagiges Smokermesser mit Edelstahlbacken und Mooreiche-Griff — Arbeit eines Kursteilnehmers. Besonders hob Laible das Stabilisierungsverfahren für heimische Griffhölzer hervor: Imprägnierharz, Vakuum, ein Prozess, den Moorschmied über Jahre selbst entwickelt hat.
Der Artikel ist ein Zeitdokument. Weking Schröppe war 2018 noch Auszubildender bei Otter-Messer in Solingen — 2024 legte er die Meisterprüfung als Präzisionswerkzeugmechaniker ab und ist seither hauptberuflich in der Moorschmiede. Das Kurs-Portfolio ist verfeinert, der Premium-Kurs umfasst heute Vollpension mit Übernachtung und Damast bis zu mehreren hundert Lagen. Federhammer, Esse, Moor und die Familie sind geblieben.
Wer das selbst erleben möchte: eine Übersicht aller vier Kursformate im Vergleich oder direkt einen Kurs verschenken.
Was Thomas Laible 2018 erlebt hat, können unsere Kursteilnehmer bis heute erleben — an zwei bis drei Tagen schmiedest Du Dein eigenes Damastmesser.
Alle vier Kursformate vergleichen
Artikel „Heißes Feuer im kalten Moor" von Thomas Laible, erschienen in
MESSER MAGAZIN 6/2018, Seiten 66–70.
Mit freundlicher Genehmigung: www.messermagazin.de,
Wieland Verlag GmbH.
Text: © Thomas Laible / Wieland Verlag GmbH · Fotos: © Moorschmied · Rezeption und Einordnung: © Moorschmied 2026
Einlösbar auf jeden Kurs. 3 Jahre gültig.