Damaszener Stahl fasziniert seit Jahrhunderten. Aber was steckt tatsächlich dahinter? Marketing oder Metallurgie? Wir erklären, was im Stahl passiert — ohne dass man Werkstoffkunde studiert haben muss.
Der korrekte Fachbegriff lautet Schweißverbundstahl. Zwei verschiedene Werkzeugstähle werden im Schmiedefeuer bei über 1.200 °C miteinander verschweißt, gefaltet und wieder verschweißt — bis je nach Kurs 160 bis 500 Lagen entstehen. Das sichtbare Muster entsteht erst später, beim Ätzen mit Säure: Die helleren und dunkleren Lagen reagieren unterschiedlich und treten hervor. Das Muster war die ganze Zeit im Stahl verborgen.